Füllungen

Eine Füllung ermöglicht, Funktion und Form eines Zahns wiederherzustellen, wenn z. B. durch Verletzungen oder Karies ein Teil der Zahnsubstanz fehlt. Werden Räume, in die Bakterien eindringen könnten, geschlossen, können diese Füllungen einem weiteren Kariesbefall auch vorbeugen.

Amalgamfüllungen (links) und Keramikinlays (rechts), jeweils im rechten Unterkiefer … © by ADO (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
Lege ich bei Ihnen eine Füllung, entferne ich vorerst das von Karies geschädigte Zahnmaterial, reinige dann die betroffene Stelle und fülle das saubere Loch mit einem Füllungsmaterial. Für Füllungen kommen in Frage: Gold, Keramik, Kompositharz (zahnfarbene Füllungen) und Amalgam.

Komposite geschichtete lichtgehärtete Füllungen

Komposite sind zahnfarbene, plastische Füllungsmaterialien für zahnärztliche Behandlungen. Das zahnmedizinische Einsatzgebiet der Komposite (Füllungen und die Befestigung von Keramikfüllungen, Kronen und Wurzelstiften mittels Komposit) wird auch als „adhäsive Zahnmedizin“ bezeichnet.

Sie bestehen aus einer organischen Kunststoffmatrix, die mit anorganischen Füllkörpern versetzt ist. Die Anwendung der Komposits erfolgte zunächst fast nur im Frontzahnbereich. Inzwischen werden Komposits mit einem erhöhten Füllkörpergehalt mit vielversprechenden Ergebnissen auch im Seitenzahnbereich eingesetzt. Vor allem machte aber die Weiterentwicklung der Haftvermittler (Bonding) und die Dentin-Adhäsivtechnik den Einsatz im Seitenzahnbereich möglich.
Die Vorteile der Komposite sind die gute Anschmiegsamkeit an den Zahn, gute Haltbarkeit, perfekte Farbabstimmung. Hochwertige Komposite zeigen eine geringere Schrumpfung als Amalgam.

 Amalgam Füllungen

Amalgam-Füllungen bestehen aus einer Metall-Legierung aus Quecksilber und Kupfer. Heute werden diese Füllungen nur noch selten verwendet – aufgrund von Quecksilberallergien und der Toxizität von Quecksilber. Der Vorteil von Amalgam ist, dass diese Füllungen leicht desinfizierend wirken und leicht zu legen sind – was den Patienten kürzere Behandlungszeiten bringt. Die Nachteile dieses Materials bestehen in der hohen Schrumpfung, in der Korrosion und in der fraglichen Toxizität.